Mai 28

Und dann gings ganz schnell!

Das werde ich übrigens, sehr viel später, noch einmal titeln.

Einen Termin beim Neurologen habe ich damals recht zeitig bekommen. So nach zwei Wochen, wenn ich mich recht erinnere.
Am Tag des Termins war ich ganz aufgreregt. Weil die Lieferung meiner ersten eigenen Waschmaschine anstand! Und wäre die nicht halbwegs pünktlich geliefert worden, hätte ich den Arzttermin nicht wahrnehmen können. Hat aber alles zeitlich gut gepasst.
Beim Neurologen kam ich mir mit meiner Schilderung der „Taubheit” ziemlich bescheuert vor. Auch noch, als der Arzt mit einem kleinen Rädchen meine Beine rauf und runter fuhr und mich fragte, ob denn da und dort auch noch Taubheit bestünde. Er hat noch alle möglichen Test gemacht und mich dann mit einer Überweisung ins Krankenhaus nach Hause geschickt. Dort stand drauf: Verdacht auf Encephalomyelitis disseminata (ED). Hat mir nichts gesagt. Internet gabs zwar schon (wir schreiben das Jahr 1999), meine Symtome hatte ich auch schon yahoot und das Yahoo-Ergebnis Multiple Sklerose verneinend weggeklickt (nee, nee, nee, das hab ich nicht), trotzdem habe ich keinen Zusammenhang mit Encephalomyelitis disseminata gesehen. Meine Mutter aber schon. Und hat mir, wie Mütter nun mal sind und zu sein haben, nichts davon gesagt. War ja auch noch zu früh.
Im Krankenhaus wurden weitere Tests gemacht. Ein CT (harmlos). Weiter ein sehr unangenehmer Test um die Leitfähigkeit der Nerven in den Beinen zu untersuchen: Strom. Muss ich mehr sagen? Und eine Lumbalpunktion. Da wird Nervenwasser entnommen. Aus dem Lumbalkanal auf der Höhe der Lende. Lumbalpunktion also. Jo. Was soll ich sagen. Ist nicht soo schön, überlebt man aber meist. Ganz wichtig, GANZ WICHTIG: danach VIEL (!!!) trinken. So richtig viel. Hört lieber auf mich.
Sonst … Kopfschmerzen der übelsten Art. Da hilft kein Ibuprofen, kein Novalgin – nur trinken. Wasser. Ganz viel.
Meine persönlichen Kopfschmerzen der Hölle (den Tip mit dem Trinken hatte ich da noch nicht, erst einen Tag später hat mir eine Kollegin davon erzählt) waren noch nicht weg, da hatte ich einen Termin zum MRT.
Dazu muss ich sagen, dass das Krankenhaus echt kompetent war, ein MRT-Gerät hatten sie aber nicht. Ich wurde nach den Tests also entlassen (das Ergebnis der Lumbalpunktion stand noch aus), und bekam einen Termin zur MRT-Untersuchung in der Nähe meines Wohnortes. Dank der Kopfschmerzen musste ich mir über mögliche klaustrophobische Anwandlungen keine Gedanken machen, Hauptsache liegen können!
Eine MRT-Untersuchung überstehe ich am Besten, wenn ich die ganze Zeit die Augen geschlossen habe. Also gar nicht sehe, wie eng es ist. Die Geräusche interpretiere ich im besten Fall als Techno-Musik. Wenn ich nicht gut drauf bin stelle ich mir auch schon mal einen Angriff mit Machinengewehren auf das Gebäude vor. Und ich hilflos im MRT-Gerät gefangen … da muss ich dann meist selbst innerlich (bewegen ist verboten) über meine blühende Phantasie grinsen. Obwohl … man weiss ja nie. Wenn ihr jetzt Bilder im Kopf habt, tut es mir leid. Schaut euch schnell ein Katzenbaby-Video an!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=t1M-fDVKOPI&w=560&h=315]
Die Ergebnisse von Lumbalpunktion und MRT? Im nächsten Beitrag!


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Verfasst 28. Mai 2015 von yennyver Kategorie Multiple Sklerose

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